Studie: Verbraucher zählen auf die Marke

Montag, 05. Januar 2004

Das Markenbewusstsein der Deutschen ist nach wie vor hoch. Weder die Euro-Umstellung noch die mit der wirtschaftlichen Lage verbundene Stimmung in Deutschland können daran etwas ändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung des Bielefelder Marktforschungsinstituts TNS Emnid in Kooperation mit Seven One Media, dem Werbezeitenvermarkter von Pro Sieben Sat 1 Media.

Mittels der Semiometrie, einem Instrument zur exakten Erfassung von Einstellungen, Werten und Präferenzen, wurden drei Käufertypen mit unterschiedlichem Markenbewusstsein ermittelt. Für die "prestigeorientierten Markenkäufer" (35 Prozent der Bevölkerung), bei denen Männer und Jüngere überrepräsentiert sind, spielen Image und soziales Ansehen eine große Rolle. Marken stehen in dieser Gruppe für Lebensgefühl, Exklusivität und Individualität. Für die "loyalen Markenkäufer" (30 Prozent) steht die Sicherheit und das Vertrauen in die Marke im Vordergrund. Da es sich hier vor allem um ältere Personen mit hoher Bildung handelt, spielt der Preis wegen ihres eher hohen Einkommens keine Rolle.

Besonders auf den Geldbeutel achten beim Einkauf hingegen die "preisorientierten Käufer" (35 Prozent). Sie wollen besonders günstig einkaufen und interessieren sich darum vor allem für No-Name-Produkte. Ihre Aufgeschlossenheit und Neugier für ein neues Produkt ist im Gegensatz zu den anderen Gruppen relativ hoch. Die preisbewussten Käufer verfügen tendenziell über eine geringe Bildung und ein geringeres Einkommen. mas
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