Studie: Verbraucher wissen zu wenig über Produkte

Donnerstag, 17. Juni 2004

Informationen über Produkte und Dienstleistungen reichen bisher nicht aus, um Verbrauchern eine bewusste Kaufentscheidung zu ermöglichen. Zu diesem Schluss kommt eine vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in Auftrag gegebene Studie zum Informationsbedarf der Verbraucher. "Wenn wir wollen, dass sich Qualität am Markt durchsetzt, brauchen Verbraucher einen umfassenden Zugang zu Produktinformationen, damit sie sich bewusst für oder gegen ein Produkt entscheiden können", so VZBV-Vorstand Edda Müller. In einer immer komplizierteren Konsumwelt seien Verbraucher zunehmend überfordert, Auswahlentscheidungen würden damit zufällig und nicht bewusst getroffen.

"Selbst unter Einhaltung aller Kennzeichnungsvorschriften erfährt der Verbraucher derzeit nicht, unter welchen Arbeits- und Umweltbedingungen die Waren hergestellt oder ob in der Produktion Sozial- und Tierschutzstandards eingehalten wurden", klagt Müller. In anderen Fällen erschwerten eine fehlende Standardisierung und Vergleichbarkeit der Informationen eine Orientierung. Besonders deutlich wird dies bei Anlageprodukten oder Versicherungspolicen. Zum Abbau der Informationsdefizite fordern die Verbraucherschützer die Einführung gesetzlicher Informationspflichten. rp
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