Studie: VDSL-Nutzer wollen Bündelangebote zum Festpreis

Donnerstag, 14. September 2006

Der schnelle Internetzugang via DSL wird den europäischen Entertainment-und Medienmarkt grundlegend verändern. Dies hat die Studie "Next Generation Networks in Europe-Broadband in 2011 and beyond" der internationalen Unternehmensberatung Arthur D. Little in Wiesbaden ergeben. Bis 2012 werden laut Studie über 80 Prozent aller europäischen Haushalte mit DSL ausgestattet sein. Die Hälfte aller DSL-Surfer wird sogar den Nachfolger des heutigen Breitbandanschlusses - die VDSL-Technik (Very High Data Rate Digital Subscriber Line) - nutzen. Diese ermöglicht das Surfen mit bis zu 30 Megabit pro Sekunde. Diese Geschwindigkeit ist Voraussetzung für das wachsende Geschäft mit Triple-Play-Angeboten, die Telefonie, Internet und Entertainmentangebote wie Video-on-Demand bündeln.

Der Markt wird nach Ansicht von Arthur D. Little künftig von Multiple-Play-Diensten geprägt sein. Diese neue Generation von Breitbanddiensten soll Angebote wie interaktives Fernsehen, Internet-telefonie, Web-Zugang und Video-on-Demand auf allen Netzen verfügbar machen und Betreibern die Erschließung völlig neuer Geschäftsmodelle ermöglichen. Nach Ansicht der Marktforscher werden sich in diesem Zusammenhang zunehmend Bündeltarife durchsetzen. Als Folge davon soll der Umsatz pro Kunde deutlich fallen. Die Studie basiert auf Marktanalysen und Interviews in 10 europäischen Ländern. mas

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