Studie: Unternehmen haben Nachholbedarf bei sozialem Engagement

Donnerstag, 19. August 2010

Unternehmen müssen sich künftig stärker gesellschaftlich engagieren. Das geht aus einer aktuellen Studie der Markforscher von Icon Added Value hervor. Danach sehen 84 Prozent der Befragten Nachholbedarf beim Thema Corporate Social Responsibility (CSR). Nur wenige Umfrageteilnehmer bringen mit einer Marke positives CSR-Engagement in Verbindung.
Auf die Frage, welche Marken in der letzten Zeit positiv durch besonderes CSR-Verhalten aufgefallen sind, fällt nur 26 Prozent eine Antwort ein. Mit drei Prozent führt Trigema die Positivliste an, McDonald's folgt mit zwei Prozent. Die Deutsche Telekom, die seit 2009 unter anderem im TV ihr gesellschaftliches Engagement bewirbt (siehe Spot), wird bei den Antworten gar nicht gelistet.

Die Negativliste zeigt deutlichere Werte: 20 Prozent der Befragten fällt bei negativem Handeln als erstes BP ein. 14 Prozent nennen die gesamte Finanzbranche. Mit Schlecker (6 Prozent) und Lidl (3 Prozent) bleibt auch der Handel nicht verschont.

Auch im Branchenvergleich fallen nur wenige durch gutes Handeln auf, dafür viele durch schlechtes - absolutes Schlusslicht ist die Finanzbranche. Grundsätzlich gilt das Motto: "Schuster bleib bei deinen Leisten". Laut Umfrage muss Corporate Social Responsibility einen direkten Bezug zu den Angeboten haben. So soll sich beispielsweise die Automobilindustrie um Klima- und Umweltschutz kümmern, die Nahrungsmittelindustrie um sichere und gesunde Produkte sowie das Gentechnikverbot. Einzige Ausnahme stellen Banken und Finanzdienstleister dar, die von den Befragten rundum gefordert werden.

Basis der Studie ist eine Bevölkerungsstichprobe von 1000 Personen ab 18 Jahren, die zu 27 CSR-Themen, 17 Branchen und 35 Marken befragt wurden. hor
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