Studie: Unternehmen bleiben bei Kommunikation deutlich unter ihren Möglichkeiten

Montag, 02. September 2002

Die Marketingmanager und PR-Verantwortlichen in den Unternehmen könnten ihre Kommunikationserfolge nach eigener Einschätzung um mehr als 60 Prozent steigern. Vorraussetzung wäre, dass sie besser zusammenarbeiteten und die Ergebnisse ihrer Arbeit besser kontrollierten. Das ist ein Ergebnis der Studie zur Unternehmenskommunikation in Deutschland, die die Fachhochschule Mainz erstellt hat.

Insgesamt befragte ein Team unter der Leitung von Lothar Rolke über 300 Marketing- und PR-Leiter umsatzstarker deutscher Unternehmen in. Die Ergebnisse zeigen, dass 36 Prozent der Verantwortlichen in ihrer Kommunikationsstrategie im wesentlichen auf die Produktmarke setzen. Im Gegensatz dazu sagen rund 48 Prozent, dass die Unternehmensmarke wichtiger sei. Nur etwa 20 Prozent geben an, dass für ihr Unternehmen beides gleich wichtig sei.

Da für das Unternehmensimage das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit der Unternehmen verantwortlich sind, müssten die Kommunikationsaktivitäten in den Unternehmen nach Ansicht der Wissenschaftler besser verzahnt werden. Ansonsten würden nicht nur Verstärkereffekte verloren gehen.

Auch das Wissen um die Zielgruppen werde immens verkleinert. Rolke: "Das Unternehmensimage ist heute ein wichtiges Verkaufsargument. Es bildet sich aber nicht nur in der Beziehung des Unternehmens zu seinem Kunden, sondern die Erfahrungen aller Anspruchsgruppen fließen hier mit ein."
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