Studie: Unternehmen bemängeln Qualität von Sponsoringpaketen

Freitag, 27. November 2009
Angebote aus dem Sportsponsoring fallen bei 45 Prozent der befragten Unternehmen durch
Angebote aus dem Sportsponsoring fallen bei 45 Prozent der befragten Unternehmen durch

Die Professionalität vieler Sponsoringpakete, die Unternehmen von Sportvereinen, -verbänden und -ligen angeboten bekommen, lässt oft zu wünschen übrig. Am besten schneiden noch Angebote für Medienengagements ab (58 Prozent). Angebote aus dem Sportsponsoring fallen bei über der Hälfte (45 Prozent) der befragten Unternehmen durch. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, für die der Fachverband Sponsoring (FASPO) Sponsoringstrukturen in Unternehmen untersucht hat. Kultursponsoring liegt mit 42 Prozent nur knapp dahinter. Bemängelt werden sowohl inhaltliche als auch formale Fehler. Viele Sponsoringangebote würden keine ausreichenden Informationen über entsprechende Leistungswerte bieten, die Transparenz lasse häufig zu wünschen übrig, sagt Heinz Kirchner, FASPO-Pressesprecher gegenüber HORIZONT.NET.

Von den insgesamt 148 befragten Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz betreiben 92 Prozent Sportsponsoring, drei Viertel unterstützen mindestens gelegentlich kulturelle Veranstaltungen und engagieren sich im Socialsponsoring. Bei 60 Prozent der Firmen ist Sponsoring fester Baustein im Kommunikations-Mix, 54 Prozent stufen es als wichtig ein, dass die eigenen Mitarbeiter hinter dem Engagement stehen.

Bei gut drei Fünftel der befragten Unternehmen gibt es spezielle Sponsoringabteilungen. Die gleiche Anzahl agiert anhand eines langfristig angelegten Sponsoringkonzept. Bei 80 Prozent ist Sponsoring Chefsache: Hier entscheiden die Geschäftsführung oder der Vorstand über Engagements. Bei 60 Prozent der Unternehmen ist Sponsoring als Kommunikationsinstrument fest etabliert und wird nicht grundsätzlich infrage gestellt. 54 Prozent ist es wichtig, dass die eigenen Mitarbeiter hinter einem Sponsoringengagement stehen, und 29 Prozent nutzen Sponsoring im Rahmen ihres Standortmarketings.

Bei den Zielen, die Unternehmen mit Hilfe eines Sponsoringengagements verfolgen, stehen Imagefestigung und -transfer ganz oben. 90 Prozent wollen ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, 40 Prozent geben als oberstes Ziel Kundengewinnung und -bindung an. CSR nennen lediglich 32 Prozent. jm
Meist gelesen
stats