Studie: Unsympathische Unternehmen verkaufen weniger

Montag, 23. Januar 2012
Die Studie von Weber Shandwick zeigt: Auch der Ruf zählt
Die Studie von Weber Shandwick zeigt: Auch der Ruf zählt

70 Prozent der Verbraucher verzichten auf Markenprodukte, wenn Sie das Unternehmen dahinter unsympathisch finden. Dies geht aus einer Untersuchung von Weber Shandwick hervor. Für ihre Studie „The Company behind the Brand: In Reputation We Trust" hatte die Agentur im Oktober und November vergangenen Jahres 1.375 Verbraucher und 575 Führungskräfte in Unternehmen in den USA, Großbritannien, China und Brasilien befragt. Demnach achten nicht nur die Kunden auf den Ruf von Unternehmen: 87 Prozent der Führungskräfte sind überzeugt, dass eine starke Unternehmensmarke genauso wichtig sei, wie starke Produktmarken. Aus den Ergebnissen ihrer Studie hat die Agentur sechs Thesen zur Unternehmensreputation abgeleitet:

1. Unternehmensreputation ist so wichtig wie Markenreputation: 65 Prozent der Führungskräfte glauben, dass ihre Produktmarken von der Gesamtunternehmensreputation profitieren können.

2. Unternehmensreputation steht für Qualität: 56 Prozent der Verbraucher erkundigen sich über die Hersteller der Marken, die sie kaufen. Ebenso viele sehen von einem Kauf ab, wenn nicht eindeutig erkennbar ist, von welcher Firma ein Produkt stammt.

3. Verbraucher mögen Überraschungen nicht: 40 Prozent der befragten Verbraucher nähmen ein Produkt oder einen Service nicht mehr in Anspruch, wenn sie plötzlich erführen, dass die von ihnen bevorzugte Ware oder Dienstleistung von einem wenig beliebten Hersteller stammen würde.

4. Produkte sorgen für Diskussionsstoff: Knapp sieben von zehn Verbrauchern geben an, gelegentlich oder regelmäßig über die Artikel zu sprechen, die sie gekauft haben. Ebenfalls unter den Top Fünf der beliebtesten Gesprächsthemen sind Kundenservice, Umgang mit Mitarbeitern, Fehltritte von Unternehmen sowie die Einschätzung der Firma als Ganzes.

5. Ein Ruf ist schnell ruiniert: 88 Prozent der Befragten geben Mund-zu-Mund-Kommunikation als die wichtigste Quelle für ihre Meinungsbildung an, dicht gefolgt von 81 Prozent, die eine Onlinerecherche nennen.

6. Unternehmensreputation bestimmt Marktwert direkt: Die Studienteilnehmer schätzen circa 60 Prozent des Marktwerts ihres Unternehmens als direktes Ergebnis der Reputation ein. Verbraucher und Angestellte nehmen den Ruf einer Firma als wichtiger wahr als deren finanzielle Gewinne. fo
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