Studie: Testimonialwerbung stößt in Ostdeutschland auf Skepsis

Dienstag, 23. Juli 2002

Die Konsumbeziehungen in Deutschland verändern sich und werden zunehmend zwischenmenschliche Züge tragen. Die Verbraucher erwarten von Marken künftig menschlich-soziales Verhalten, dem moralische Werte wie Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Respekt und Glaubwürdigkeit zugrunde liegen. Entsprechend muss das Marketing seine Strategie ändern: Wer die menschlich-sozialen Werte am besten in kommunikative Strategien übersetzt, spricht die Sprache der Märkte der Zukunft. So lautet die Quintessenz der Studie "Markenrealitäten 3", die die Zeitschrift "Super-Illu" erhoben hat.

Laut Untersuchung sind die Verbraucher in den neuen Bundesländern im Umgang mit Werbung und Konsum ernsthafter und involvierter als Konsumenten in Westdeutschland. Vor allem bei Werbung mit Testimonials kommt dies zum Ausdruck: Im Westen stößt der Einsatz von Promis meist auf positive Resonanz, im Osten reagieren die Verbraucher eher skeptisch. Für einen erfolgreichen Einsatz von Testimonials ist in den neuen Bundesländern wichtig, dass sie für das Produkt glaubwürdig sind und möglichst durch die Einbindung in eine plausible Geschichte unterstützt werden.
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