Studie: Sportvereine sind Markenartikel

Mittwoch, 30. Mai 2001

Vereine im Profisport sind Markenartikel und werden von den Top-Vereinen auch entsprechend geführt. Die deutliche Mehrheit der Vereine hat aber beim Management der eigenen Marke noch erheblichen Nachholbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Roland Berger Strategy Consultants. Von den 1500 weltweit befragten Profisportvereinen und Verbänden sind nur 13 Prozent in der Lage, eine starke Marke aufzubauen und ihren sportlichen Erfolg klar zu positionieren.

87 Prozent zeigen dagegen deutliche Mängel - insbesondere beim Markenaufbau und der kommerziellen Verwertung ihrer Marke. Die Top-Teams nutzen dagegen die Marktforschung für die Ermittlung der Kundenbedürfnisse und setzen die Daten für den Aufbau neuer Geschäftsfelder, Sponsoring und die Erweiterung des Merchandisings ein. Den imagestarken und emotionsgeladenen Marken im Profisport gehört aus Sicht der Consultants die Zukunft: Die Marke werde zum Meistermacher.

Für den Markenwert ist dabei nicht nur die Mannschaft entscheidend, sondern auch der einzelne Spieler. So können einzelne Stars dem Verein zusätzlich Profil geben und die Marke emotional aufladen. Von Bedeutung sind auch die Wettkampfstätten. Sie sind unabhängig von den Eigentumsverhältnissen die Multiplikatoren und Identifikationsymbole der Vereinsmarke.
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