Studie: Senioren sind keine homogene Zielgruppe

Dienstag, 03. Februar 2004

Die Generation der Über-50-Jährigen ist keine homogene Zielgruppe. So lautet das zentrale Ergebnis einer semiometrischen Untersuchung des Marktforschungsinstitutes TNS Emnid in Kooperation mit dem TV-Vernmarkter Seven-One Media. Danach stellen so genannte "passive Ältere" mit 35 Prozent eine Minderheit in der Altersgruppe "50plus". Diese sind vor allem im Segment der über 70-Jährigen überrepräsentiert. Die passiven Älteren leben eher zurückgezogen und nutzen Medien durchschnittlich. Ihre eher introvertierte Grundhaltung drückt sich in einem wenig probierfreudigem (Konsum-) Verhalten aus. Sie verfügen über eine unterdurchschnittliche Bildung und ein geringes Haushalts-Nettoeinkommen.

39 Prozent der oft als Best Ager bezeichneten Zielgruppe über 50 Jahren gehören zu den "kulturell Aktiven" - vor allem Frauen zwischen 60 und 69 Jahren. Sie sind gesellig, betätigen sich sportlich und zeigen großes Interesse an Kosmetik, Cerealien und Mode. 26 Prozent der Senioren gehören zur Gruppe der "erlebnisorientierten Aktiven".

In der im Alter zwischen 50 und 59-Jährigen jüngsten Best-Ager-Gruppe überwiegt der Männeranteil. Trendsportarten, Kino und Ausgehen gehören zu ihren typischen Freizeitaktivitäten - ebenso wie das Surfen im Internet oder Spielen am PC. In ihrer Wertehaltung sind sie erlebnisorientiert, aber auch kritisch und lustorientiert. Diese Gruppe interessiert sich für PCs, Handys und Unterhaltungselektronik. Für die Zielgruppenkommunikation rücke, so die Autoren der Studie, mit der Generation 50plus eine immer bedeutendere Bevölkerungsgruppe in den Fokus, der 2030 jeder zweite Bundesbürger angehören werde. rp
Meist gelesen
stats