Studie: Mobilfunk wächst zulasten des Festnetzes

Donnerstag, 01. April 2004

Im europäischen Raum macht der Mobilfunk gegenüber der Festnetztelefonie zunehmend Marktanteile gut. Das belegt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan. So ging das Gesprächsvolumen im Festnetz im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent zurück, die Zahl der Festnetzanschlüsse verringerte sich insgesamt um 500.000. "Haupttriebkräfte für den Ersatz der Festnetztelefonie durch Mobilfunk sind zunehmender Wettbewerb in der mobilen Sprachtelefonie, Sättigung des Mobilfunkmarktes, UMTS-Kapazitäten und das Aufkommen der ortsabhängigen Gebührenrechnung", erläutert Frost-Analyst Jan Sythoff. Faktoren wie der zunehmende Wettbewerb im Festnetzbereich, die Preisbildung sowie Probleme mit Netzabdeckung und Sprachqualität verlangsamen die Entwicklung derzeit noch.

Laut Frost bleibt abzuwarten, inwieweit ein funktionierendes UMTS-Netz neue Impulse setzen kann. Die Studie zeigt, dass am ehesten Privatkunden bereit sind, ganz auf einen Festnetzanschluss zu verzichten. Der Grund: Sie können dadurch entsprechende Gebühren sparen. Für Unternehmen sprechen noch zu viele Argumente gegen einen Wechsel zum Mobilfunk. Sie haben Bedenken wegen Zuverlässigkeit, Netzabdeckung und Nebenstellen-Funktionen. Erste Ansätze für das zukünftige drahtlose Büro sind allerdings schon zu erkennen. mas
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