Studie: Mittelstand versäumt Nachweis von Werbe-Wirksamkeit

Donnerstag, 24. November 2011

Fast drei Viertel der mittelständischen Handwerks- und Dienstleistungsfirmen schalten Werbeanzeigen, aber eine Erfolgskontrolle bleibt in mehr als der Hälfte der Fälle aus. Zu dieser Erkenntnis kommen das Institut für Marketing und Kommunikation imk und die auf Mittelstandsmarketing spezialisierte Internetfirma Winlocal in der Studie "Werbereport Dienstleistungsgewerbe 2011/12". Die Umfrage unter gut 1.600 Betrieben förderte zutage, dass der deutsche Mittelstand nach eigener Einschätzung im Jahr insgesamt mehr als 500 Millionen Euro für Werbung ausgibt. Rund ein Viertel der Studienteilnehmer vermutet hinter Mittelstandsmarketing gar ein Milliardengeschäft. Bei durchschnittlichen Werbe-Ausgaben von 2000 Euro pro Betrieb schätzt gut die Hälfte der Befragten, durch Marketing 10 bis 20 Neukunden im Jahr zu gewinnen. Lediglich ein Viertel geht von mehr als neuen 20 Kunden jährlich durch Anzeigenschaltungen aus.

Auf Online-Anzeigen setzen laut dem Report mit 43 Prozent knapp die Hälfte der Befragten. Eine fundierte Kontrolle, ob die Anzeigenschaltungen auch den gewünschten Erfolg bringen, führt jedoch nur ein Bruchteil der Befragten durch. 29 Prozent gaben an, die Wirksamkeit ihrer Online-Werbung auf die eine oder andere Weise zu überprüfen. Aber lediglich 3 Prozent lassen sich von ihrem Online-Vermarkter den Erfolg oder Misserfolg ihrer Werbung protokollieren. Bei den übrigen Betrieben wird überhaupt keine Kontrolle durchgeführt. Für imk-Leiter Thomas Kunke unvorstellbar: "Einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Offline- und Online-Werbung, die viel leichtere Erfolgskontrolle, wird von beinahe drei Viertel der handwerklichen und dienstleistenden Mittelständler in Deutschland vollkommen ignoriert." ire
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