Studie "Kinder kaufen": ZAW knöpft sich Foodwatch vor

Donnerstag, 15. März 2012
Ziemlich sauer auf Foodwatch: Manfred Parteina
Ziemlich sauer auf Foodwatch: Manfred Parteina

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) wirft Foodwatch eine "rabulistische Informationsstrategie" vor. "Einseitige, nur scheinbar neutrale Datenzusammenstellungen, wie die neue Attacke des Vereins Foodwatch auf die Anbieter von Nahrungsgütern speziell für Kinder, führen die deutsche Öffentlichkeit offensichtlich gezielt in die Irre", empört sich ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina. Der von der Verbraucherorganisation hergestellte Zusammenhang zwischen dicken Kindern und Lebensmitteln sei realitätsfern. Auf Basis einer am Dienstag vorgestellten Studie "Kinder kaufen" unterstellt Foodwatch der Lebensmittelindustrie, absichtlich ungesunde "Kinderprodukte" herzustellen und wirft ihr "perfides Marketing und überbordende Lobbyarbeit" vor. Die Industrie trage "massiv zur grassierenden Fehlernährung" von Kindern bei. Anne Markwardt, für die Foodwatch-Kampagne Abgespeist.de verantwortlich: "Die Industrie will Kinder so früh wie möglich auf ungesundes Junkfood programmieren."

Der ZAW beklagt unter anderem, dass die Äußerungen seitens der NGO den bestehenden Konsumentenschutz völlig vernachlässigten. Die Klassifizierung "Kinderlebensmittel" sei unzulässig. Auch die Behauptung, die Industrie sei schuld, dass immer mehr Kinder zu dick seien, lässt Parteina nicht unkommentiert: "Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kern des Übels nicht sogenannte ungesunde Lebensmittel sind, weil es die nicht gibt, sondern nur unausgewogene Ernährung und mangelnde Bewegung." fo
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