Studie: Firmen halten sich an Richtlinien bei Alkoholwerbung

Dienstag, 08. September 2009
Das Logo der der britischen Werbeaufsicht.
Das Logo der der britischen Werbeaufsicht.

Die Zahl von Anzeigen für alkoholische Getränke im Internet hat sich verdoppelt. Dennoch halten die werbenden Unternehmen die Marketing-Beschränkungen in Bezug auf Jugendliche unter 18 Jahren weitgehend ein. Dies ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts der britischen Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA). Insgesamt wurden 456 Alkoholwerbungen quer durch alle Mediengattungen, inklusive TV und Radio, Plakat und Online untersucht. Dabei wurden nur in fünf Fällen die geltenden Richtlinien übertreten. Dies entspricht einem Prozent. Die Aufsichtsbehörde sei weiterhin darum bemüht, sicherzustellen, dass Alkoholwerbung in Großbritannien verantwortungsvoll umgesetzt werde.

Anfang des Jahres wurden auch in Deutschland die Regeln verschärft. So teilte der Deutsche Werberat damals mit, dass sich Alkoholhersteller, Handel, Agenturen und Medien darauf geeinigt hätten, die freiwilligen Verhaltensregeln für Alkoholwerbung zu erweitern. Damit wollte die Werbebranche nach eigenen Aussagen einen Schritt auf die Kritiker der Werbeselbstkontrolle zugehen. "Die Richtlinien für Alkoholwerbung sind weltweit ganz unterschiedlich. Deutschland zählt aber eher zu den liberaleren Ländern", so Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). HOR
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