Studie: Finanzanalysten entscheiden auch aus dem Bauch heraus

Donnerstag, 21. Juni 2001

Finanzanalysten geben ihre Investitionsempfehlungen nicht nur aufgrund von nüchternen Zahlen und sachlichen Analysen ab. Dies belegt die aktuelle Studie des Kölner Marktforschungsinstituts Skopes. Im Auftrag der Agentur Kohtes Klewes in Frankfurt wurden 100 Kapitalmarkt-Experten befragt. Fast jeder Dritte gab an, sich bei der Beratung auch von gefühlsmäßigen Entscheidungen leiten zu lassen. Ebenso wichtig für die Finanzanalysten sei jedoch die Recherche in branchenspezifischen Datenbanken. Weitere Informationsquellen sind Printmedien und das Internet. Auf drei Kriterien achten die Finanzprofis bei den zu analysierenden Unternehmen ganz besonders: auf das professionelle Management (95 Prozent), auf die strategische Ausrichtung (93 Prozent) und auf die Glaubwürdigkeit (92 Prozent). Zwei Unternehmen nannten die Analysten auf die Frage, welche Firmen ihnen in jüngster Zeit durch Kommunikationsmaßnahmen aufgefallen sind: Die Deutsche Post und die Deutsche Börse. Nachholbedarf sehen die Experten bei der Verfügbarkeit der Ansprechpartner in den Unternehmen.
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