Studie: Ernst & Young erteilt Life-Science-Sektor ein gutes Reifezeugnis

Montag, 17. April 2000

Aufgrund ausgereifterer Produktentwicklungen, investorenfreundliche Mergers & Acquisitions und einer Vielzahl strategischer Allianzen bescheinigt die aktuelle Studie "European Life Sciences 2000: Evolution" von der Unternehmensberatung Enrst & Young der europäischen Life-Sciences-Industrie ein gutes Zeugnis. In der Studie, vorgestellt auf der "Eighth Life Sciences Conference" in Amsterdam, belegt Deutschland Platz 1. Im Vergleich zu 1998 nahm die Zahl der Biotechnologie-Unternehmen um 25 Prozent auf 279 zu. Dagegen liegt das Wachstum im europäischen Durchschnitt bei vergleichsweise geringen 15 Prozent. Nach einem fast zweijährigen Rückgang ist der Gesamtwert des europäischen Life-Science-Sektors von 10,7 Milliarden Euro Ende 1998 auf 17,8 Milliarden Euro Ende 1999 gestiegen. Der Umsatz wurde gar um 45 Prozent gesteigert und betrug im vergangenen Jahr 5,4 Milliarden Euro. Insbesondere auch für private und institutionelle Anleger ist der Bereich interessant: 235 Millionen Euro investierten institutionelle Anleger in Emissionen von europäischen Biotech-Unternehmen. Kleinanleger stellten 579 Euro an Venture-Capital zur Verfügung. Ermuntert wurden die Anleger insbesondere durch die zahlreichen strategischen Allianzen, die zwischen Biotechnologie- und Pharmaunternehmen 1999 geschlossen wurden. Mergers & Acquisitions werden vermehrt genutzt, um in die Gewinnzone zu steuern. Zudem fahren sehr viele Firmen zweigleisig: Sie entwickeln sowohl Technologieplattformen als auch Produkte. Laut der Studie soll sich dieser Trend verstärkt fortsetzen.
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