Studie: Eigenmarken auf dem Vormarsch

von HORIZONT Online
Mittwoch, 21. März 2012
Lidl punktet mit Eigenmarken
Lidl punktet mit Eigenmarken

Konsumenten greifen am häufigsten zu Eigenmarken, wenn es um Milchprodukte und Hygienepapier (Toilettenpapier, Taschen- und Reinigungstücher) geht. Dagegen ist bei Tabak und alkoholischen Getränken die Bindung an Markenprodukte am stärksten. Das hat das Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) in seiner Studie „Eigenmarken und ihr Erfolgsgeheimnis: Was Kunden wirklich wollen" ermittelt. In den meisten Produktgruppen verzichtet der Studie zufolge nur jeder Vierte bis Fünfte auf Private-Label-Produkte. „Insgesamt ist der Anteil derer, die generell keine Eigenmarken kaufen, in vielen Produktbereichen eher gering, so dass sich an dieser Stelle enormes Umsatzpotenzial für den Handel bietet", sagt Bettina Willmann, Bereichsleiterin Forschung und Konzepte am IfH.

Selbst bei Tabak würden 33 Prozent der Verbraucher auch Eigenmarken kaufen
Selbst bei Tabak würden 33 Prozent der Verbraucher auch Eigenmarken kaufen
In Bezug auf die Markenbekanntheit ergab die Untersuchung, dass sich unter den Discountern Lidl mit überdurchschnittlich bekannten Eigenmarken von der Konkurrenz abheben kann. Im Unterschied zu den Marken der Vollsortimenter nehmen die Verbraucher die Eigenmarken des Discounts jedoch häufiger als Markenartikel wahr. Die Aldi Nord-Marke Milsani beispielsweise wird von nur knapp 30 Prozent der Umfrageteilnehmer als Eigenmarke eingestuft.

Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, mit dem Private-Label-Angebot von Aldi Süd äußerst oder sehr zufrieden zu sein. Damit belegt das Unternehmen Rang eins im Zufriedenheitsranking vor Aldi Nord. Die Plätze drei und vier nehmen die Vollsortimenter Rewe und Edeka ein.

Für seine Studie hat das IfH insgesamt 1.012 Personen in Deutschland befragt. fo
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