Studie: Die meisten Unternehmen sind für die digitale Revolution nicht fit

Donnerstag, 15. Mai 2008
Fordert flexibleres Marketing: Gregor Harter
Fordert flexibleres Marketing: Gregor Harter
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Booz & Company Allen Hamilton Gregor Harter Deutschland


Weniger als jeder vierte Marketer beurteilt sein Unternehmen für die digitale Medienwelt als gut gerüstet. Rund 60 Prozent geben offen zu, keine ausreichende Erfahrung mit digitalen Medien zu haben. Dies geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton hervor, für die über 250 Marketingverantwortliche in US-Unternehmen, darunter viele internationale Konzerne, befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen: Die Marketer erkennen die Bedeutung neuer Medienkanäle und wollen hier auch kräftig investieren. Zwischen Theorie und Praxis klafft jedoch nach wie vor eine große Lücke.

Die Studie prognostiziert auch einen radikalen Wandel in der Mediastrategie: Jeder zweite Befragt glaubt, dass der Mediaeinkauf in fünf Jahren ähnlich wie der Aktienhandel an der Börse funktioniert. "Der Medienmix sollte alle 36 Stunden angepasst werden", fordert gar einer der Befragten. "Ziel ist ein Marketing, das seinen Medienmix dem Verhalten der Verbraucher in Echtzeit anpasst", so Gregor Harter, Geschäftsführer von Booz Allen Hamilton Deutschland.

Im Rahmen der Studie wird auch die künftige Rolle der Dienstleister diskutiert. 52 Prozent der Befragten erwarten eine wichtigere Rolle der Mediaagenturen, was nur zu 26 Prozent für die Kreativagenturen gilt. Interessant: Rund 58 Prozent der Marketer fordern, dass Kreation und Media wie in früheren Zeiten wieder gebündelt werden. kj

Mehr zur Studie in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am heutigen Donnerstag erscheint.

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