Studie: Deutsche Mobilfunkkunden zeigen wenig Loyalität gegenüber ihrem Anbieter

Montag, 19. Januar 2004

Drei von vier Mobilfunkkunden würden ihre Mobilfunkverträge kündigen, wenn sie ein günstigeres Angebot finden. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie "Branchenkompass 2003 Telekommunikation" des Hamburger Marktforschungsinstitut Mummert und dem F.A.Z.-Institut. Bei Prepaid-Nutzern ist die Kundenbindung sogar noch schwächer, vier von fünf Prepaid-Kunden wechseln bei günstigeren Angeboten sofort den Tarif. Mehr als 70 Prozent der deutschen Bevölkerung telefonieren mobil und setzen mit ihrem Handy im Monat durchschnittlich 26 Euro um. Damit sich der neue Mobilfunkstandard UMTS auszahlt, müssten in Zukunft jedoch rund 50 Euro umgesetzt werden.

Mit neuen mobilen Datendiensten wollen die Anbieter ihre Kunden daher zu höheren Ausgaben bewegen. Laut Untersuchung besteht bereits Interesse an neuen Diensten. So wünscht sich jeder vierte Kunde ortsabhängige Dienste, so genannte Location-based Services, die zum Beispiel das nächste Restaurant und den schnellsten Weg dorthin anzeigen. Rund 19 Prozent interessieren sich für die Versorgung mit aktuellen News. Knapp 17 Prozent würden mobiles Internet in Anspruch nehmen. Nur 3 Prozent hingegen möchten Entertainment-Services nutzen. mas
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