Studie: CSR liefert wenig Content fürs Marketing

Montag, 18. März 2013
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Nachhaltigkeit Content Wolfgang Lang Deutschland


Wenn sich Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne schreiben, springt dabei einiges für die Reputation heraus. Das jedenfalls glauben 30 Prozent der 1300 Kommunikationsfachleute, die die Agentur Grayling weltweit befragt hat. Dieser Teil der Befragten ist der Ansicht, dass CSR-Aktionen den Ruf ihres Unternehmens positiv beeinflussen. Weniger Wirkung haben sie dagegen auf Kundenbeziehungen (14 Prozent) und Marketing (8,9). Auf den Verkauf gar nur sechs Prozent. Dies schlägt sich in der Kommunikation nieder. Laut der Grayling-Studie "Pulse" lancieren die Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsthemen vor allem über klassische Kanäle. 25 Prozent setzen auf Presse- und Medienarbeit, weitere 25 Prozent auf interne Kommunikation. Etwas mehr als 15 Prozent warten mit jährlichen Nachhaltigkeitsberichten auf. Lediglich zwölf Prozent verwenden Social-Media-Kanäle. "Für eine offene und dialogorientierte Online-Kommunikation fehlt vielen noch der Mut", resümiert Wolfgang Lang, CEO von Grayling Deutschland. In 37 Prozent der Unternehmen steht maximal zehn Prozent des gesamten Kommunikationsbudgets für CSR zur Verfügung.

Als ein Treiber von CSR entpuppt sich das Marketing. Immerhin 14 Prozent der Umfrageteilnehmer führt auf die Frage, wer in ihrer Organisation Sustainability-Aktivitäten forciert, den Marketingdirektor an. Insgesamt ist Nachhaltigkeit jedoch Chefsache. In 44 Prozent der Fälle stellt der CEO das Thema auf die Agenda. Erstaunlich dabei ist, dass lediglich 28 Prozent der Unternehmen, die eine CSR-Strategie haben, diese auch in ihre übergeordnete Kommunikationsstrategie integrieren. Allerdings verfügen auch nur knapp 16 Prozent der weltweit befragten Firmen verfügen über eine solche vollständig entwickelte Strategie. fo
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