Studie: Breitband und Mobilfunk beleben weltweiten IKT-Markt

Montag, 21. Juni 2004

Der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zieht offenbar wieder an. Nach der Schwächephase der vergangenen Jahre soll im laufenden Jahr die Trendwende kommen. Das Münchner Marktforschungsunternehmen TNS Infratest rechnet mit einem weltweiten Umsatzanstieg um 4,3 Prozent auf gut 2,16 Billionen Euro. Im vergangenen Jahr lag das Wachstum lediglich bei 1,4 Prozent, im Jahr 2002 nur bei 0,7 Prozent.

Wachstumsmotoren sind laut Studie vor allem die Segmente Mobilfunk und Breitband. Von allen breitbandigen Internet-Anschlussarten zeigte die DSL-Technologie in den vergangenen Jahren sowohl die höchsten Wachstumsraten als auch die größte Verbreitung insgesamt: Die Zahl der DSL-Anschlüsse stieg im vergangenen Jahr um 79 Prozent auf 64 Millionen weltweit. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse über alternative Technologien wie etwa das TV-Kabel stiegen mit einer vergleichsweise niedrigen Wachstumsrate von 41 Prozent auf 37 Millionen.

Im Mobilfunkmarkt sind derzeit noch die Übertragungsstandards GSM und GPRS am weitesten verbreitet. Die neue UMTS-Technologie nutzten 2003 weltweit 2,4 Millionen Menschen, davon 1,9 Millionen in Japan. In Europa weist Italien mit einer Nutzerzahl von über 300.000 derzeit die höchste Verbreitung auf.

Die größten IKT-Einzelmärkte weltweit sind die USA mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 32,4 Prozent und Japan mit 12,3 Prozent. Deutschland hat derzeit einen Anteil von etwa 6 Prozent (129,3 Milliarden Euro). Damit bleibt Deutschland vor Großbritannien und Frankreich der größte Einzelmarkt Westeuropas. mas
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