Studie: Bessere Noten für deutsche Aufsichtsräte

Dienstag, 10. Juli 2001

Die Qualität der deutschen Aufsichtsräte hat sich im europäischen Vergleich während der vergangenen beiden Jahren verbessert. Engagement ist jedoch weiterhin gefragt, denn die deutschen Führungsgremien liegen hinter England, den Niederlanden, Frankreich und Schweden nur im europäischen Mittelfeld. Dies ist das Ergebnis einer Vergleichsstudie der Personalberatung Heidrick & Struggles.

Die Studie beruht auf der Auswertung der Geschäftsberichte der 350 größten europäischen Aktiengesellschaften aus 14 Ländern. Die Studie geht davon aus, daß Häufigkeit und Transparenz der Unternehmenskommunikation als Indikator für die Qualität der Corporate Governance genutzt werden könnten.

Kritisch beurteilten die Autoren der Studie, dass ein Teil der positiven Veränderungen eher formaler als qualitativer Natur sind. Das Zwei-Kammersystem (Vorstand/Aufsichtsrat) in Deutschland und die gesetzlichen Bestimmungen, könnten die Entwicklung effizienter Corporate-Governance-Strukturen verhindern. Verbessert habe sich hingegen die Informationspolitik der Unternehmen.
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