Studie: Bedeutung ethischen Konsums wächst

Donnerstag, 14. Juni 2012
41 Prozent der Verbraucher fordern, soziales Engagement in die strategische Unternehmensführung zu integrieren. Foto: obs/Edelman
41 Prozent der Verbraucher fordern, soziales Engagement in die strategische Unternehmensführung zu integrieren. Foto: obs/Edelman
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Kriterium China Indien USA


Für deutsche Konsumenten wird der "gute Zweck" immer häufiger zum entscheidenden Kriterium, wenn es um den Kauf qualitativ und preislich vergleichbarer Produkte geht. Mehr als ein Drittel der Verbraucher wäre sogar bereit, mehr für ein Produkt auszugeben, wenn sich die Marke oder das Unternehmen für die Gesellschaft einsetzt. Das geht aus einer Umfrage der Agentur Edelman hervor. Die internationale Goodpurpose-Studie haben die PR-Leute jetzt zum fünften Mal vorgelegt. Sie belegt die steigende Relevanz von ethischem Konsum. Bei der Kaufentscheidung hat er an Bedeutung gewonnen und überwiegt Faktoren wie Design und Innovation oder Markentreue. 70 Prozent der Befragten geben an, sie würden die Marke wechseln, wenn sich eine ähnliche Marke sozial engagiert (plus 23 Prozent gegenüber 2011). 65 Prozent würden gar für ein Produkt werben, wenn ein guter Zweck hinter der Marke steht (plus 22 Prozent).

Zwischen ihren Ansprüchen und der Wirklichkeit in den Unternehmen klafft nach Meinung der Konsumenten noch eine Lücke. Fast 90 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen, dass Unternehmen gesellschaftliche Belange genauso wichtig nehmen wie ihren Profit. Nur wenige glauben jedoch, dass die Unternehmen so vorgehen: Laut der Studie sind 15 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass die Wirtschaft sich ausreichend für das Gemeinwohl einsetzt. Im Vergleich der 16 Länder, in denen jeweils 500 Menschen online befragt wurden, darunter China, Indien und die USA, ist das der zweitschlechteste Wert. fo
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