Studie: Autohersteller müssen um Servicegeschäft kämpfen

Dienstag, 27. Juli 2004

Fast jede zweite Automobil-Vertragswerkstatt muss in den nächsten 10 Jahren schließen. Grund dafür ist die Liberalisierung des Servicegeschäfts durch die geänderte GVO, die unabhängigen Anbieterketten wie ATU das Geschäft erleichert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton.

Bisher erwirtschaften die Autohersteller im so genannten Aftersales-Bereich (Ersatzteile und Service) bis zu 50 Prozent ihres Gesamtgewinns, bei Vertragswerkstätten sind es sogar bis zu 90 Prozent. Sollten sie keine relevanten Gegenmaßnahmen einleiten, droht ihnen in den kommenden fünf bis zehn Jahren ein Rückgang zwischen 30 und 50 Prozent dieser Profitquelle, so die Berater.

Bereits heute beginnen Massenhersteller wie etwa Renault neue Strategien umzusetzen, um sich einen größeren Part am Teile- und Servicegeschäft zu sichern. Die Mittel: ausgefeilte Teilelogistik, um die Händlerloyalität aufrechtzuerhalten; Ausbau der Retail-Fähigkeiten, um die Endkundenloyalität zu stärken und drittens eine stärkere, aktive Steuerung des Gebrauchtfahrzeuggeschäfts als "ideale Plattform für erhöhte Teile- und Service-Penetration", so Booz Allen Hamilton. rp
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