Studie: Autohändler sehen Formel-1-Engagement der Hersteller kritisch

Montag, 03. März 2003
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85 Prozent der markengebundenen Automobilhändler in Deutschland sehen die Formel 1 als sinnvolles Instrument der Hersteller, das Image ihrer Pkw-Marken zu verbessern. Zwei Drittel der Befürworter stehen den damit verbundenen hohen Kosten allerdings kritisch gegenüber. Die Misserfolge der eigenen Marke in der Formel 1 werden von einigen Händlern sogar als imageschädigend gesehen. Dies sind Ergebnisse der zweiten repräsentativen Umfrage, die TNS Emnid unter 2500 Geschäftsführern und Inhabern von Autohäusern, die Vertragspartner von 22 Marken im deutschen Pkw-Markt sind, telefonisch durchgeführt hat.

Danach sehen vor allem die Vertragshändler von BMW und Toyota die Formel-1-Teilnahme aus Imagesicht positiv. Dennoch: Unter den grundsätzlichen Befürwortern beurteilen 36 Prozent der befragten Toyota- und sogar 48 Prozent der BMW-Händler das Engagement als zu teuer. Noch kritischer sind die Jaguar-Partner mit 53 Prozent.

Die Gruppe der Formel-1-Gegner ist mit durchschnittlich 13 Prozent gegenüber 12 Prozent im Vorjahr annähernd gleich groß geblieben. Unter den an der Formel 1 teilnehmenden Marken ist ihr Anteil bei den Jaguar-Händlern mit 13 Prozent am höchsten. Dagegen ist unter den BMW-Händlern kein einziger Formel-1-Gegner zu finden. Diese Ergebnisse, so TNS Emnid, hängen "stark mit dem aktuellen Abschneiden der eigenen Marke in der Saison zusammen". rp
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