Studie: Apotheken müssen Gesundheitsberater werden

Freitag, 20. Juni 2003

Klassische Vermarktungsstrategien im Apothekengeschäft sprechen die Bedürfnisse der Kunden immer weniger an. Die Existenz jeder zweiten Apotheke ist gefährdet, weil das Kaufverhalten der Kunden unterschätzt wird. Zu diesen Ergebnissen kommt eine qualitative Studie der Uni Saarland und der Münchner Agentur Serviceplan. Befragt wurden über 200 Apothekenkunden.

Danach spielt der Preis spielt für das Entscheidungsverhalten keine Rolle: Im Gegensatz zum aktuellen Trend in anderen Branchen sei der Preis zwar kein unwichtiges Kriterium, relativiere sich aber hinsichtlich des erwarteten Nutzens. Denn noch immer bezeichnen rund 96 Prozent der Befragten die Gesundheit als ihr höchstes Gut, an dem nicht gespart werde. Daher haben Marken im Apothekenbereich ihre stärkste Bedeutung. Das Potenzial der Apotheken, so die Studie, liege im OTC-Geschäft, beim Randsortiment sowie dort, wo sie ihrer Rolle als Gesundheitsberater am besten gerecht werden können. rp
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