Streit ums iPhone eskaliert

Montag, 29. Oktober 2007

Obwohl iPhone-Hersteller Apple den Mobilfunkunternehmen gegen eine nahezu fürstliche Gewinnbeteiligung Exklusivität zugesagt hat, häufen sich die Fälle, in denen die begehrten schwarzen Telefone ohne Vertrag angeboten werden. Bereits zwei Wochen bevor das Telefon von der Telekomtochter T-Mobile hierzulande verkauft wird, wird es von einem Internethändler angeboten. Auch in Frankreich wurde das Gerät, das dort erst ab Ende November von Orange vertrieben wird, bereits von zwei Anbietern in großem Stil verkauft. Entsprechend sauer reagierte die Führung des französischen Mobilfunkers. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hieß es, man behalte sich das "Recht vor, alle juristischen Schritte einzuleiten", um die Exklusivität zu wahren.

Auch der US-Computerhersteller will Imageschäden begrenzen: Ab sofort darf jeder Kunde in den USA maximal zwei Geräte erwerben. Um den restriktiven iPhone-Verkauf zu kontrollieren, können Kunden nun nicht mehr bar, sondern nur per Kreditkarte zahlen. Nach Angaben von Apple sind bereits eine Viertelmillion der 1,4 Millionen verkauften Telefone mittels illegaler Software entsperrt worden - und somit auch für Nicht-Kunden der Exklusiv-Provider benutzbar. Auch bei T-Mobile ist man derzeit verärgert über die massenhafte und verfrühte Verfügbarkeit vor Markteinführung.

Zu den aktuellen Vorkommnissen teilt das Bonner Unternehmen offiziell nichts mit. Jetzt wurden aber die neuen Tarife bekanntgegeben. Der Einstiegstarif Complete M wird bei monatlich 49 Euro liegen. Darin ist ab 9. November eine EDGE Breitband-Data-Flat der 8000 deutschen Breitband-Hotspots, eine Flat für die WLAN Hot Spot-Nutzung sowie die unbegrenzte Nutzung der Visual Voice Mail enthalten, bei der man wie bei E-Mails, nur die Nachrichten öffnet, die man vorher unabhängig vom Eingang auswählt.tk

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