Streit um Rolle der Mediaagenturen: OWM geht in die Offensive

Donnerstag, 18. Juni 2009
Uwe Becker, OWM: "Die Agenturen müssen sich entscheiden: Berater oder Händler"
Uwe Becker, OWM: "Die Agenturen müssen sich entscheiden: Berater oder Händler"

Lange genug haben sie geschwiegen, die beiden Verbände Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) und Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG). Weil man sich trotz langer, intensiver und zweifellos auch kontroverser Gespräche nicht auf eine gemeinsame Sichtweise einigen konnte, was Agenturen zu tun und zu lassen haben, melden sich nun die OWM-Vordenker Uwe Becker (Vorstandsvorsitzender) und Joachim Schütz (Geschäftsführer) alleine zu Wort. So fordert die OWM nach wie vor, dass der Werbungstreibende erfährt, wie viel die von ihm erworbene Werbeleistung tatsächlich kostet. Ein anderes Beispiel, wo sich die Werbungtreibende nach wie vor um Transparenz bemühen, sind die Bündelungsrabatte. Zwar fordert die OWM, dass alle diese von den Medien gewährten Vergünstigungen erst einmal grundsätzlich den Werbungtreibenden zustehen. Wird bilateral festgelegt, dass einen Teil dieser Rabatte die Agenturen für sich behalten dürfen, widerspricht das aber nicht den OWM-Vorgaben. Ausdrücke wie  "Fair Share" oder "Treuhänder" würden Becker und Schütz am liebsten ganz aus der Diskussion verabschieden, weil sie zu Missverständnissen führten und juristisch auch nicht korrekt seien.

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Neben dieser kleinen Lektion in Begriffskunde stellt die OWM noch einmal klar, wie sie sich die Beziehung zwischen Mediaagenturen und Kunden vorstellt. Auch hier gibt es keine neuen Erkenntnisse zu vermelden, immerhin aber hat Becker seinen Standpunkt selten so griffig formuliert: "Die Mediaagentur muss sich für eine Rolle entscheiden: Entweder ist sie Berater an der Seite des Werbungtreibenden oder aber Händler." js
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