Strauss-Kahn-Affäre: Tierschutzorganisation Peta warnt vor zu viel Sex

Mittwoch, 18. Mai 2011
Dominique Strauss-Kahn steht derzeit wegen Vergewaltigungs-Verdachts vor Gericht
Dominique Strauss-Kahn steht derzeit wegen Vergewaltigungs-Verdachts vor Gericht


Die Tierrechteorganisation Peta USA buhlt mal wieder mit einer heiklen Werbeaktion um Aufmerkamkeit. Mit einem Motiv, auf dem der zurzeit unter Vergewaltigungsverdacht stehende Präsident des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, zu sehen ist, wirbt Peta für die Kastration von Tieren. Ein Plakat mit dem Konterfei des Franzosen und dem Claim "Zu viel Sex kann eine schlechte Sache sein" soll neben dem Gerichtsgebäude in Manhattan aufgehängt werden, in dem Strauss-Kahns Fall verhandelt wird. Derzeit ist jedoch noch unklar, ob es so weit überhaupt kommt. Peta hält die aktuelle Debatte um Strauss-Kahn offenbar für geeignet, um auf das Thema Überpopulation von Haustieren und frei lebenden Tieren hinzuweisen. "Das Motiv mit Dominique Strauss-Kahn soll die Menschen zum Nachdenken bringen: Auch bei Tieren kann zu viel Sex eine schlechte Sache sein", sagt Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von Peta Deutschland. "Es werden jedes Jahr abertausende Hunde und Katzen mehr geboren, als es gute Plätze für Tiere gibt. Daher ist die Kastration von tierischen Begleitern eine Verantwortung, an die jeder denken sollte."

Stellt sich die Frage, ob die Tierrechtler nicht ein wenig vorschnell vorgegangen sind, immerhin ist Strauss-Kahn noch nicht überführt. Gegenüber HORIZONT.NET versichert Peta-Frau Kutscher, dass die Kampagne keinerlei Vorverurteilung des IWF-Chefs bedeute. Vielmehr solle die Kampagne "mit einem Augenzwinkern" auf das Thema aufmerksam machen. Dieses sei ironisch aufbereitet worden, um auf ein dringendes Anliegen von Peta aufmerksam zu machen. Allerdings weist die Organisation darauf hin, dass Strauss-Kahn bereits in der Vergangenheit "mit Vorwürfen unangebrachten sexuellen Verhaltens konfrontiert wurde."

Bereits in der Vergangenheit hatte Peta Prominente ins Visier genommen, die sexueller Übergriffe überführt beziehungsweise bezichtigt wurden, darunter der Profi-Golfer Tiger Woods oder Italiens Staatspräsident Silvio Berlusconi. ire
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