Steuerzahlerbund: Be Berlin ist Geldverschwendung

Freitag, 10. Oktober 2008
"Be Berlin" steht erneut in der Kritik
"Be Berlin" steht erneut in der Kritik

In seinem jährlichen Schwarzbuch brandmarkt der Bund der Steuerzahler die krassesten Fälle von verschwendetem Steuergeld in Deutschland. Unter die unseligen Top 10 hat es dieses Mal auch eine Werbekampagne geschafft - die schon zuvor heiß diskutierte Hauptstadtkampagne "Be Berlin". "Berlin ist auch ohne Kampagne unglaublich beliebt", moniert der Steuerzahlerbund - und kritisiert angesichts einer städtischen Verschuldung von fast 60 Milliarden Euro die Ausgaben von jeweils 5 Millionen Euro in 2008 und 2009. Der Berliner Senat hat die Kritik des Steuerzahlerbundes an der Imagekampagne unterdessen als unberechtigt zurückgewiesen. "Offenbar hat sich der Steuerzahlerbund nicht mit der Kampagne auseinandergesetzt", sagte Senatssprecher Richard Meng der Nachrichtenagentur dpa. Es gehe darum, Topleute aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kultur anzusprechen und so den Standort Berlin zu stärken.

Meng ist gemeinsam mit Kampagnenleiter Michael Sodar für die Steuerung des Auftritts veranwortlich, der nach einer Ausschreibung im Frühjahr an den Start gegangen war. "Be Berlin" wurde von insgesamt 10 Dienstleistern betreut und entwickelt, hat mittlerweile aber keinen festen Agenturpartner mehr. jh

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