Stationäre Händler tun sich beim Online-Shopping schwer

Dienstag, 12. März 2013
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Nur wenigen deutschen Einzelhändlern gelingt es, ihre Marktanteile im Offline-Geschäft auch im Internet zu gewinnen. Das gilt insbesondere für Multimarken-Händler. Der stationäre Handel setze einfach die falschen Prioritäten, behauptet die Strategieberatung OC&C Strategy Consultants, die den Multichannel-Handel unter die Lupe genommen hat. Das Ergebnis ihrer Umfrage "Wenn zwei sich streiten, entscheidet der Kunde": Stationäre Einzelhändler verfügen im Vergleich mit den Zahlen reiner Online-Händler über nur geringe Marktanteile im Netz. Illoyale Kunden und ein mangelndes Gespür für die Kundenbedürfnisse im Multichannel-Geschäft erschweren ihnen den harten Wettbewerb mit den reinen Online-Händlern. "Statt integrierter Serviceleistungen zählt für die Kunden beim Online-Shopping ein überzeugendes Warenangebot und die Möglichkeit, jederzeit einkaufen zu können. Vielen Händlern fehlt es da noch an Verständnis", sagt OC&C-Partner Gregor Enderle.

Nur 0,1 Prozent der Kunden bleiben ihren bevorzugten stationären Händlern auch beim Online-Shopping treu. Die Loyalität zum Händler variiert laut der Untersuchung zwischen einzelnen Produktgruppen stark. Besonders illoyal sind Kunden in den Kategorien Baumarkt und Unterhaltungselektronik. In der Baumarktbranche beispielsweise kaufen 74 Prozent der Kunden online bei einem anderen Anbieter als offline. fo
1) Nur Kunden, die sowohl stationär als auch online gekauft haben. Frage: Bei welchen der folgenden Unternehmen haben Sie in welchem Vertriebskanal eingekauft? Quelle: OC&C-Online-Befragung, n=2.312
1) Nur Kunden, die sowohl stationär als auch online gekauft haben. Frage: Bei welchen der folgenden Unternehmen haben Sie in welchem Vertriebskanal eingekauft? Quelle: OC&C-Online-Befragung, n=2.312
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