Start von E-Cash in Frankreich

Freitag, 03. Dezember 1999
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Frankreich Geldbörse Deutschland Luxemburg Groupe Bull


Sogenannte "elektronische Geldbörsen" in Deutschland, Frankreich und Luxemburg sollen spätestens im Jahr 2002 miteinander kompatibel sein. Das gab der Kölner Informationstechnologie-Anbieter Bull jetzt bekannt, der für die Software-Entwicklung mitverantwortlich war. So wurde in Frankreich bereits im Oktober mit den sieben führenden französischen Banken das System gestartet. Das "elektronische Portemonnaie" mit der Bezeichnung "Moneo" stellt eine Erweiterung der traditionellen Kreditkarte für die Begleichung der tagtäglichen Einkäufe mit kleineren Geldbeträgen dar. Eine der wesentlichsten Innovationen dieses Systems sei die Schnelllademöglichkeit an jedem Lesegerät im Handel. Auf diese Weise, so die Betreiber, müssten die Benutzer keine Angst mehr haben, an der Ladenkasse plötzlich ohne Guthaben auf ihrer Karte dazustehen. Der Grund für die Bankpartner, jetzt mit der Einführung des Geldbörsen-Systems zu beginnen, liegt in der bevorstehenden Euro-Umstellung - die Karte soll den Kunden die Umstellung erleichtern, da sie damit beim Bezahlen in der ungewohnten Währung keine komplizierten Umrechnungen vornehmen müssen. Moneo wird in verschiedenen Varianten angeboten: Als Zusatz zur traditionellen Bankkarte oder als eigenständige Karte mit oder ohne Verbindung zu einem Girokonto. Sämtliche Moneo-Karten können außerdem an speziellen Ladeterminals, die unter anderem in Bankfilialen installiert werden, aufgeladen werden. Außerdem ist, falls der Kunde an entsprechenden Programmen teilnimmt, die Zahl der gesammelten "Treuepunkte" von Handels- oder Dienstleistungsunternehmen zu sehen. Diese "elektronischen Rabattmarken" werden auch an den Ladeterminals sichtbar gemacht.
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