Starbucks verzichtet auf Markennamen

Dienstag, 21. Juli 2009
Starbucks will zurück in die Premium-Ecke
Starbucks will zurück in die Premium-Ecke

Starbucks geht in den USA neue Wege. Die Kaffee-Kette verzichtet bei
den nächsten drei Neueröffnungen auf ihren Markennamen. Stattdessen heißt
etwa die neue Filiale, die kommende Woche in der Heimatstadt Seattle eröffnet
wird, "Fifteen Avenue Coffee and Tea - inspired by Starbucks".
Der Verzicht auf den Markennamen ist nicht die einzige Veränderung, die es in den neuen Filialen geben soll. So wird offenbar sogar darüber nachgedacht, bei den Pappbechern auf das Logo mit der Meerjungfrau zu verzichten. Neben einem verkleinerten Kaffeeangebot, Wein und Bier am Abend soll es künftig in den Filialen Unterhaltung, Musik und Autorenlesungen geben. Mit dem ungewöhnlichen Schritt will das Unternehmen zurück zu seinen Wurzeln als Premium-Kaffeehaus.

Das dürfte jedoch nicht der einzige Grund sein. Der stagniertende Umsatz der weltweit rund 15.000 Coffeeshops spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Vor allem McDonald's und Dunkin' Donuts vermiesen Starbucks mit günstigeren Angeboten das Geschäft. Um 8 Prozent ging der Umsatz bei Starbucks im 1. Quartal 2009 zurück.

In den 144 deutschen Coffee-Häusern in 37 Städten spielt die neue Strategie bislang keine Rolle. Fakt ist aber: Wird der Starbucks-Testlauf ein Erfolg, wird das Modell auf andere Länder ausgedehnt.  mir
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