Stagnation: Deutscher Werbemarkt schwächelt auch 2009

Dienstag, 30. September 2008
Die Kurve zeigt derzeit nach unten
Die Kurve zeigt derzeit nach unten

Medien und Agenturen müssen den Gürtel wohl bald enger schnallen. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen werden sich nach Einschätzung von Experten auch im kommenden Jahr nicht verbessern. So prognostiziert JOM Jäschke Operational Media in Hamburg für 2009 nicht zuletzt auch wegen der US-Finanzkrise und den möglichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft eine ähnliche Entwicklung wie im laufenden Jahr. Zwar soll der Werbemarkt vor allem dank des anhaltenden, in seiner Intensität aber allmählich nachlassenden Wachstums bei der Internetwerbung insgesamt um 3,2 Prozent auf knapp 23,5 Milliarden Euro zulegen. Da in der Prognose allerdings Preissteigerungen von 3,4 Prozent eingerechnet sind, werden die Werbeinvestitionen in klassische Medien unter dem Strich rückläufig sein - reales Wachstum findet nicht statt.

Im laufenden Jahr ist die Entwicklung ähnlich: Für 2008 rechnet die Hamburger Media-Agentur mit einem Wachstum der Bruttowerbeinvestitionen in klassische Medien um 2,0 Prozent - zusammen mit den nach wie vor stark ansteigenden Spendings für Online-Banner steht unter dem Strich sogar ein Plus von 3,4 Prozent. Die Preissteigerungen der Medien liegen den Angaben zufolge 2008 mit circa 3,6 Prozent jedoch erneut deutlich über der allgemeinen Inflationsrate. Preisbereinigt stellt JOM Jäschke Operational Media für 2008 somit nur eine Stagnation, wenn nicht gar einen leichten Rückgang der Werbeinvestitionen fest. mas
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