Spot-Premiere Volksbanken: Papa rastet aus

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Man kennt das ja: Ein Vater, der tobend durchs Wohnzimmer saust. Motzt. Schreit. Fleht. Und komische Geräusche von sich gibt. Das gab es früher schon, das gibt es heute. Bei einem Sechser in der Mathearbeit, beim traditionellen Zuspätkommenb beim Mittagessen, beim unaufgeräumten Zimmer. Es gibt immer einen Grund zum Ausrasten. So könnte es auch beim aktuellen Kinospot der Volksbanken/Raiffeisenbanken im Rems-Murr-Kreis und Stuttgart sein. Ist es aber nicht. Zwar sieht man einen wutschnaubenden Vater sowie seinen Sohn und dessen Freund, die brav auf dem Sofa sitzen und sich geduldig die Standpauke anhören. Doch der Vater tobt nicht wegen deren Flegelhaftigkeit. Er brüllübt auch nicht für ein Zalando-Casting. Er tobt, weil er seinem Sohn kein Taschengeld geben darf - so wie das eben der Fall war, damals als Baden-Württemberg noch CDU regiert war und im Stuttgarter Rathaus ein CDU-Mann war. Ja hallo, wo gibts denn sowas? Früher haben die Kinder um Taschengeld gebettelt, geheult und gekämpft; stundenlang das Auto gewaschen und die Wohnung gesaugt oder den Keller aufgeräumt. Und heute hat der Sohn ein eigenes Konto, das ihn unabhängiger von seinen Eltern macht, selbst wenn diese sich ihrer klassischen Rolle beraubt sehen und einen dicken Hals bekommen.

Zu sehen ist der Film im Kino erstmals im Einzugsgebiet der Bank heute Abend bei der Vorpremiere des neuen James-Bond-Films "Skyfall". Mit unterschiedlichen Schlussszenen soll die Arbeit von Stammbetreuer Joussen Karliczek bis 2014 zu sehen sein. Die Agentur arbeitet seit 2007 für den Finanzdienstleister. Produziert hat den knapp 75-Sekünder Schokolade Filmproduktion in Stuttgart. Regie führte Matthias Müller. mir
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