Spot-Premiere: Sony-Ericsson greift Apple an und wirbt erstmals mit neuem Claim

Freitag, 06. November 2009
Die Hopper-Invasion: 4.000 Hüpfbälle mitten in der Spree
Die Hopper-Invasion: 4.000 Hüpfbälle mitten in der Spree

Anfang September hatte Konzernchef Howard Stringer die Vereinheitlichung des Markenauftritts aller Sony-Gesellschaften angekündigt, jetzt gibt die Handy-Tochter Sony-Ericsson den Startschuss für die erste weltweite Kampagne mit dem neuen, konzernübergreifenden Claim "make.believe". Die von Saatchi & Saatchi Signapore entwickelte Werbeoffensive hat höchste Priorität, nicht nur für Sony-Ericsson, sondern für den gesamten Sony-Konzern, dem die zuletzt schwache Performance seiner Handytochter arg zu schaffen macht: Allein im dritten Quartal 2009 fuhr das unter Absatzproblemen leidende japanisch-schwedische Joint Venture einen Nettoverlust von 164 Millionen Euro ein. Mit den neuen Modellen - den Unlimited-Handys Satio und Aino - und dem frisch überarbeiteten Auftritt will Sony-Ericsson als Marke wieder attraktiver werden und in puncto Technik zu Wettbewerbern wie Nokia und dem iPhone-Erfinder Apple aufschließen.

So ist es wenig verwunderlich, dass die neue Kampagne insbesondere die Multimedia-Features der Geräte hervorhebt. Beim Spot für das Sony-Ericsson Satio (Adaption für Deutschland: Rebel Mediab+d Kreative) etwa erfahren die TV-Zuschauer aus dem Off, dass das Modell nicht nur mit einer 12-Megapixel-Kamera und Touchscreen ausgestattet ist, sondern auch neue Web-2.0-Anwendungen für die Nutzung von Twitter, Facebook, Youtube und Co bietet. Beim Commercial für das Modell Aino steht unter anderem der Service Media Home im Mittelpunkt, der eine drahtlose Übertragung von Daten zwischen PC und Handy ermöglicht.

Auch optisch setzt der Auftritt viele neue Akzente: Der auffälligste - neben dem Claim und dem um die "Liquid Energy" erweiterten Logo - ist das Key Visual, das etwas an die Bravia-Kampagne "Bouncy Balls" von Sony aus dem Jahr 2006 erinnert: Bunte Hüpfbälle (mit Menschen drauf), die öffentliche Plätze und Straßen in ein wahres Farbenmeer verwandeln. Damit die Produkte nicht zu kurz kommen, wird das Ereignis in den Spots von den Darstellern mit den neuen Sony-Ericsson-Handys festgehalten und rasch über Social Networks verbreitet.

Anzeigenmotiv
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Die TV-Kampagne wird in Deutschland mit Werbemaßnahmen in Print, Out-of-Home, im Internet, Hörfunk und mit In-Store-Maßnahmen begleitet. Darüber hinaus sind Below-the-Line-Aktionen geplant, die im Web auf der Kampagnen-Site Hopperinvasion.de  gebündelt werden. So veranstaltete Sony-Ericsson die „Hopper Invasion" vor wenigen Tagen auch in Berlin. Bei dem Event wurden 4.000 Hüpfbälle aus einem überdimensionalen Käfig in die Spree in Berlin-Mitte gelassen. So entstand ein dreidimensionales Kunstwerk aus Licht, Musik
und Bällen. mas
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