Spot-Premiere: Reebok kehrt mit knackigen Hintern ins TV zurück

Mittwoch, 10. März 2010
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Sieben Jahre blieb Reebok den Werbeblöcken im deutschen TV fern. Jetzt ist die Adidas-Tochter zurück - und darf sich hoher Aufmerksamkeitswerte gewiss sein. Im Fokus des Spots für den Sportschuh Easytone steht der weibliche Po. Damit will der Adidas-Konzern Reebok in diesem Jahr auf Wachstumskurs bringen. Die Kampagne mit dem Slogan "ReeTone" gehöre zu den größten der gesamten deutschen Sportartikelindustrie der vergangenen fünf Jahre, sagt Jeremy Bauer, Marketing Director Market Central bei Reebok gegenüber HORIZONT.NET. Mit der daraus resultierenden Markenpräsenz verfolgt das Unternehmen eine ganz bestimmte Strategie: "Reebok hat sich zum Ziel gesetzt, zur Fitness-Marke Nummer eins zu werden", betont Bauer weiter. Im Visier haben die Herzogenauracher dabei vor allem die weibliche Zielgruppe.

Am 15. März startet das Commercial (Produktion: Soup Film, Berlin) als 15- und 30-sekündige Version auf Sat 1, Pro Sieben, RTL, Super RTL, RTL 2 und Tele 5. Die Kreation verantwortet DDB Germany, Media übernimmt Carat in Hamburg. Easytone, im Juli 2009 erstmals in Europa vorgestellt, verspricht Kundinnen einen knackigen Po und und sportlich geformte Beine. Eine spezielle Sohlendämpfungstechnologie erzeuge einen "Wackelbretteffekt", den die Tiefenmuskulatur automatisch ausgleiche, so das Unternehmen.

Neben dem TV-Spot, Anzeigen in reichweitenstarken Frauen- und Lifestyle-Magazinen sowie Online-Maßnahmen engagiert sich Reebok künftig verstärkt am PoS. "Die Herausforderung für uns besteht darin, die Marken- und Produktpräsenz in den Medien dazu zu nutzen, die Konsumenten auch in die Geschäfte zu führen", so Bauer. In den USA hatte Reebok für sein Schuhmodell bereits im Oktober einen Werbeflight im TV gestartet. In den Staaten war dies die erste große Fernsehkampagne der Marke seit 2007.

Adidas hatte Reebok 2006 für rund drei Milliarden Euro übernommen. Seitdem arbeitet der Konzern am Umbau der defizitären Tochter. 2009 ist der Umsatz von Reebok währungsbereinigt um 7,2 Prozent zurückgegangen und beläuft sich auf rund 1,6 Milliarden Euro. 2010 soll deutlich besser werden. Adidas-Chef Herbert Hainer sprach auf der Bilanz-Pressekonferenz Anfang März sogar von einer Wende, die vor allem durch neue Produkte wie der Easytone und höhere Preise herbeigeführt werden soll.  jm
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