Spot-Premiere: O2 jagt Monsterhandys - und erinnert ein wenig an 1&1

Mittwoch, 11. August 2010
Anzeigenmotiv für O2o
Anzeigenmotiv für O2o

O2 positioniert sich immer stärker als Kundenversteher. Ende dieser Woche startet der Münchner Konzern eine Werbeoffensive für den Tarif O2o. Der Auftritt, den HORIZONT.NET vorab präsentiert, dürfte bei Handynutzern hohe Erwartungen wecken, aber auch in der Agenturszene für Gesprächsstoff sorgen.


Grund ist das Key Visual der von VCCP in Berlin entwickelten Kampagne: So verspricht O2 unter dem Motto „Statt Monstertarife lieber O2o“, die Verbraucher von den unangenehmen Seiten vieler Mobilfunkverträge zu befreien. Verkörpert werden all die nervigen Tarifdetails und Knebelverträge von kleinen, zu nervigen Monstern mutierten Handys, die sich erst wieder in ein Mobiltelefon verwandeln, wenn der Nutzer eine O2o-Simkarte einsetzt.

Der Haken daran ist nicht etwa die Qualität der Kreation, sondern der Umstand, dass mit 1&1 gerade ein direkter Wettbewerber einen ganz ähnlichen Einfall hatte: So zeigt auch der von Jung von Matt/Elbe entwickelte Spot für die 1&1-All-Net-Flat mutierte Handys – bloß, dass sich die Darsteller keine Monster, sondern Geldbörsen ans Ohr halten.

Exklusiv für Abonnenten

Exklusiv für Abonnenten
Wie sich O2 von der Konkurrenz abheben will und auf welchen Mediamix der Konzern bei der neuen Kampagne setzt, lesen Sie exklusiv in der HORIZONT Printausgabe vom 12. August.

HORIZONT abonnieren
HORIZONT E-Paper abonnieren


O2-Markenchef André Schloemer nimmt’s mit Humor: „Wenn zwei Unternehmen beinahe die gleiche Idee haben, dann kann sie nicht so falsch sein“, sagt der Manager, der ein Plagiat schon wegen der allzu eng beieinander liegenden Launch-Termine ausschließt. Die Kampagne zurückzuziehen, steht für ihn nicht zur Debatte. „Es gibt große Unterschiede, was das Angebot und die Markenpositionierung angeht, das wird der Verbraucher auch so wahrnehmen.“

O2 lässt sich die Tarifoffensive einiges kosten. Bis einschließlich Oktober stellt der Konzern einen hoch siebenstelligen Betrag bereit. Basismedium ist TV, darüber hinaus sind Plakate, Anzeigen sowie Bannerwerbung und Social-Media-Aktivitäten geplant. Unter anderem wurden diverse Viralfilme produziert, die O2 via Youtube verbreitet. mas
Meist gelesen
stats