Spot-Premiere: Karstadt wird zu Sparstadt / Verkauf der Warenhauskette im 2. Quartal

Dienstag, 05. Januar 2010
Aus Karstadt wird Sparstadt
Aus Karstadt wird Sparstadt

Karstadt lockt die Verbraucher mit einer weiteren Promo-Aktion in seine Warenhäuser. Um den Schwung des Weihnachtsgeschäfts ins Jahr 2010 zu retten, wirbt das insolvente Unternehmen ab sofort mit Rabatten von bis zu 50 Prozent um die deutschen Schnäppchenjäger. Damit die Botschaft auch ankommt, verändert die Warenhauskette sogar ihren Schriftzug: Aus Karstadt wird im Aktionszeitraum bis Anfang Februar kurzerhand Sparstadt - zumindest in der Werbung.
Beworben wird die Aktion zum Saison-Schluss-Verkauf vor allem im Fernsehen: Der von Freunde des Hauses in Hamburg kreierte TV-Spot, der mit einem Augenzwinkern die Vielfalt und das Einkaufserlebnis bei Karstadt vor Augen führen soll, läuft auf reichweitenstarken Sendern. Stammbetreuer Grey soll sich laut Auskunft des Kunden künftig vor allem um das Prospektgeschäft kümmern. Flankiert wird der TV-Auftritt mit Beilegern in der Tagespresse. Sichtbar wird das Kampagnenmotto darüber hinaus auch auf Hinweisschildern, die im Stile von klassischen Wegweisern und Ortseingangs-Schildern gestaltet wurden und Passanten in Köln, Hamburg, München und Berlin den Weg zur nächsten "Sparstadt-Filiale" weisen.

„Wir haben im Weihnachtsgeschäft die hohe Besucher-Frequenz in unseren Häusern wie geplant in gute Geschäfts-Ergebnisse umgesetzt. Mit der Sparstadt-Aktion wollen wir an diesen Trend nahtlos anknüpfen", erläutert Andreas Boznar, Chief Sales Officer bei Karstadt Warenhaus, die Ziele der Aktion. Ziel des Wortspiels sei es, "die attraktive Preis-Leistungs-Komponente der Traditionsmarke herausstellen“, so Boznar.

Im Hintergrund laufen derweil die Verkaufsverhandlungen auf Hochtouren. Wie Sprecher Thomas Schulz auf Anfrage von HORIZONT.NET erläutert, soll der Insolvenzplan voraussichtlich Ende des 1. Quartals, spätestens aber zu Beginn des 2. Quartals abgeschlossen werden. Der Verkauf von Karstadt, der nur als ganzes mit den verbleibenden 120 Kaufhäusern möglich sei, solle dann im 2. Quartal über die Bühne gehen. Die übrigen 13 Karstadt-Filialen sollen wie Anfang Dezember vermeldet im Frühjahr 2010 schließen.

Aktuell soll es rund 30 Interessenten für die Arcandor-Tochter geben. Wettbewerber Kaufhof soll nicht mehr zu den Kaufanwärtern gehören, da die Muttergesellschaft Metro nur an ausgewählten, aber nicht an allen Karstadt-Filialen interessiert ist. mas
Meist gelesen
stats