Spot-Premiere: Hasseröder plädiert für verantwortungsvolles Trinken

Donnerstag, 26. Mai 2011
Pantomime im Stadion: Bier oder kein Bier?
Pantomime im Stadion: Bier oder kein Bier?

Hasseröder startet am kommenden Montag eine groß angelegte Markenoffensive. Den Auftakt bildet ein TV-Spot, in dem der Brauereikonzern das Thema Alkohol am Steuer aufgreift. Auch in der zweiten Jahreshälfte wird der Werbedruck hoch bleiben. Der Grund: Hasseröder erweitert sein Portfolio um zwei neue Produkte.

Der aktuelle Spot (Agentur: McCann Erickson, Hamburg; Produktion: Markenfilm; Media: Universal McCann, Hamburg) weist dabei die Richtung, in die auch künftige Auftritte gehen werden. Mit neuen Protagonisten und humoristischen Spots will Hasseröder die Marke emotional aufladen. Ein wichtiger Ansatz aber bleibt: Männer als Dreh- und Angelpunkt jeglicher Werbemaßnahmen. Vor allem das Thema Männerfreundschaft steht im Zentrum.  Maßnahmen wie das Männer-Camp, ein Gewinnspiel mit Eventcharakter, und der in diesem Jahr eingeführte Claim, „Männer wissen warum“, zeigen, dass es dem Bierproduzenten mit seiner Aussage ernst ist.

An der bisherigen Mediastrategie hält Hasseröder fest. Hauptwerbemedium bleibt wie im vergangenen Jahr TV. Vor allem zur Fußball-Weltmeisterschaft war das Traditionsunternehmen im Fernsehen präsent. Das Engagement wertet Claudia Hauschild, Unternehmenssprecherin der Brauereigruppe Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev), als Erfolg: „Die Kampagne hat gut gearbeitet, die Wahrnehmung der Konsumenten im Bereich „Male Bonding“ hat sich positiv entwickelt“. Zudem gewinnt das Internet weiter an Bedeutung. Bereits Ende Juni startet eine neue interaktive Online-Plattform.

Insgesamt erhöht AB Inbev das Marketingbudget um einen zweistelligen Millionenbetrag. Neben Hasseröder profitieren auch die ebenfalls zum Unternehmen gehörenden Marken Beck’s und Franziskaner von den Investitionen.

Die sind auch zwingend notwendig. Ende vergangenen Jahres stand beim Ausstoß ein Minus von 10,7 Prozent zu Buche - trotz deutlich erhöhter Werbespendings in den Kanälen TV und Internet. Beck’s musste im vergangenen Jahr fast ebenso große Verluste hinnehmen: minus 9,4 Prozent. Beide Marken verloren damit deutlich mehr als der Branchenschnitt. Der lag 2010 bei minus 1,7 Prozent.

Damit dieses Jahr keine weiteren Verluste entstehen, geht Hasseröder nicht nur beim Marketing, sondern auch mit Produktinnovationen in die Offensive. In welche diese gehen werden, verrät das Unternehmen noch nicht. Nur ein Hasseröder alkoholfrei, wie es der neue Spot vermuten lässt, wird es in diesem Jahr nicht geben. hor
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