Spot-Check: Bet-at-home verbrüdert Fußballfans aus Deutschland und Österreich

Freitag, 09. Mai 2008
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In einem Spot, der im Netz verbreitet wird, wirbt Bet-at-home für seine Plattform. Gerade erst hat sich der Freistaat Bayern qua Gericht bestätigen lassen müssen, dass er sich an den gemeinsam mit den anderen 14 Bundesländern gegebenen
Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) nicht hält, da läuft sich der in Malta lizenzierte Buchmacher Bet-at-home für die EM warm. Mit dem in insgesamt 20 Staaten verbreiteten Spot und Plakaten wirbt der Wettanbieter für seine Dienstleistungen. Aufgrund der unsicheren rechtlichen Situation kann das Unternehmen aber nicht überall so kommunikativ auftreten, wie es möchte. War Bet-at-home noch Sponsor der Vierschanzen-Tournee und des ATP-Turniers in Stuttgart, hält man sich nun bewusst etwas zurück - zumindest in Deutschland. Denn derzeit wartet die Branche - und wohl auch jede der staatlichen Lotterien in Deutschland - auf die Stellungnahme der Bundesrepublik bei der EU. Bis Anfang Juni muss Deutschland wegen des GlüStV Stellung nehmen.

Brüssel sieht Schwierigkeiten wegen des umstrittenen staatlichen Monopols. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Kommunikation. Plakate und andere Werbemaßnahmen wird Bet-at-home hierzulande nicht einsetzen. Während in Spanien, Italien, Bulgarien, Polen und EM-Mitausrichter Österreich die Konsumenten offensichtlich für mündig genug befunden werden, legt hierzulande der Staat privaten Wettanbietern diverse Steinchen und Steine in den Weg. Bet-at-home lässt sich davon nicht ins Bockshorn jagen und zeigt im aktuellen Spot gar die knutschende Verbrüderung eines deutschen Fans mit einer Österreicherin. Unter dem Claim "Das Leben ist ein Spiel!" ist das Video via Youtube zu sehen. Die Kreation einschließlich Produktion liegt bei Gantnerundenzi in Wien. Die Mediaplanung übernehmen die Wiener Panmedia und Movendo in Graz - in den Märkten, in denen geworben werden darf.
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