Sportwettenmarkt soll geöffnet werden

Donnerstag, 10. März 2011
Private Anbieter wie Bwin hoffen auf einen freien Sportwettenmarkt in Deutschland
Private Anbieter wie Bwin hoffen auf einen freien Sportwettenmarkt in Deutschland


Der Weg für einen liberalisierten, aber kontrollierten Sportwettenmarkt ist frei. Die Länder wollen den Markt für private Anbieter auf Konzessionsbasis öffnen und so dafür sorgen, dass das Milliardengeschäft nicht mehr in der Illegalität stattfindet. Darauf einigten sich die Länderchefs auf der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin. Nun muss noch konkretisiert werden, wie weit die Liberalisierung geht.
Im Grundsatz haben sich die Ministerpräsidenten für ein Konzessionsmodell zur Regulierung des Sportwettenangebotes entschieden - und zwar im Rahmen einer zeitlich befristeten Experimentierklausel. Das Lotteriemonopol bleibt bestehen. Bis zum 6. April soll nun ein Entwurf für eine Änderung des aktuellen Glücksspielstaatsvertrages erarbeitet werden, über den die Länderchefs auf einer Sondersitzung abschließend beraten wollen. Geklärt werden muss beispielsweise, ob der Markt für einen oder mehrere Anbieter geöffnet wird und ob mögliche Lizenzen auf Bundes- oder Länderebene vergeben werden. Der derzeitige Glücksspielstaatsvertrag besteht seit dem 1. Januar 2008 und läuft Ende des Jahres aus.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz Wolfgang Böhmer: "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Gespräche erfolgreich abschließen werden und der neue Glücksspielstaatsvertrag planmäßig zum Jahr 2012 in Kraft treten kann."

Die Neu-Ordnung war nötig geworden, nachdem der Europäische Gerichtshof das derzeitige Glücksspielmonopol in Deutschland in seiner derzeitigen Form für unzulässig erklärt hatte. mh
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