Sportsponsoring: Opel kehrt in die Bundesliga zurück

Freitag, 29. Juni 2012
Opel steigt bei Leverkusen, Mainz, Düsseldorf und Freiburg als Sponsor ein (Bild: Unternehmen)
Opel steigt bei Leverkusen, Mainz, Düsseldorf und Freiburg als Sponsor ein (Bild: Unternehmen)


Paukenschlag in Rüsselsheim: Der schwer angeschlagene Autohersteller Opel hat heute bekannt gegeben, bei vier Fußball-Bundesligisten als Sponsor einzusteigen. Das Unternehmen wird ab der kommenden Saison bei den Vereinen Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen, SC Freiburg und Mainz 05 als "Offizieller Premium-Partner" präsent sein. Das Sponsoring umfasst unter anderem Werbung auf Banden und Großleinwänden sowie in den Stadionmagazinen.
Außerdem stellt Opel den Vereinen ausgewählte Modelle zur Verfügung, die Spieler und Funktionäre bei offiziellen Anlässen und im Alltag nutzen sollen. Mit dem Engagement wolle man an Opels erfolgreiche Zeiten im Fußballsponsoring anknüpfen, sagt Strategievorstand Thomas Sedran. "Die langfristig angelegte Kooperation ist Teil unserer Strategie zur Stärkung der Marke Opel. Fußball ist eine gute Plattform zur Kommunikation mit unseren Kunden." Obwohl zunächst Image-Ziele im Vordergründ stünden, solle das Bundesliga-Sponsoring letztendlich auch Abverkaufszielen dienen. Das hat Opel auch bitter nötig: Zwar ist der Konzern in dem soeben aufgelegten Sanierungsplan um Werksschließungen und Stellenabbau herum gekommen. Die Neuzulassungen waren dieses Jahr jedoch kontinuierlich zurück gegangen.

Das emotionale und qualitativ hochwertige Umfeld Bundesliga soll Opel nun in die Erfolgsspur zurück führen. „Mit jedem Club verbinden wir eine ganz eigene Story. Beispielsweise Mainz 05, dem Verein, der in den letzten Jahren eine so phantastische Entwicklung genommen hat", sagt Opel-Marketingdirektor Andreas Marx. "Der SC Freiburg bietet mit seinem ‚grünen Image‘ eine perfekte Plattform für Opel-relevante Kommunikationsthemen wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz."

Angelegt ist das Engagement bei den Bundesligisten mindestens zwei Jahre. Zu den Kosten wollte Sedran sich nicht äußern. Die Etats seien jedoch "wettbewerbsfähig und industrieüblich". Opel war vor zehn Jahren aus dem Fußball-Sponsoring ausgestiegen. In den 90er Jahren war das Unternehmen unter anderem Sponsor der Verbände Fifa und Uefa sowie renommierter Clubs wie dem FC Bayern München und dem AC Mailand. ire
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