Sportfive kommt mit dem IOC ins Geschäft

Mittwoch, 18. Februar 2009
Dick im Geschäft: Sportfive-CEO Richard Worth
Dick im Geschäft: Sportfive-CEO Richard Worth

Spektakulärer Coup für Sportfive: Der internationale Vermarkter mit Deutschlandsitz in Hamburg hat sich die Übertragungsrechte an den Olympischen Spielen 2014 und 2016 vom IOC gesichert. Der Deal umfasst sämtliche Medienplattformen: Free-TV, Pay-TV, Internet und Mobilfunkrechte, und zwar für rund 40 europäische Länder. Ausgenommen allerdings sind die Kernmärkte Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, die Türkei und Großbritannien - hier will das Internationale Olympische Komitee selbst verhandeln und so ein Maximum herausholen.

Sportfive geht nun in den jeweiligen Ländern auf Senderschau. Prämisse im Vermarktungsprozess ist, dass pro Land mindestens 200 Stunden bei den Sommerspielen und 100 Stunden bei den Winterspielen im Free-TV zu sehen sind.

Möglich machte das Geschäft für Sportfive das neue Vermarktungsmodell des IOC. Bislang vergab das Komitee die Rechte in Europa zentral an die European Broadcasting Union, zu der auch ARD und ZDF gehören. Für die Periode ab 2014 sollen die Übertragungsrechte Land für Land vergeben werden und so zu höheren Einnahmen führen. In zwei Regionen verhandelte das IOC bereits erfolgreich: in Italien überträgt künftig Sky Italia und in der Türkei Fox Turkey.

Hierzulande sorgt der Umstand der Einzelvermarktung für reichlich Diskussionen. ARD-Programmdirektor Volker Herres drohte bereits damit, die kontinuierliche Berichterstattung über olympische Sportarten im Ersten zurückzuschreiben, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender nicht den Zuschlag bekommen. mh 
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