Sport + Markt: Sponsoren treffen auf attraktive WM-Gastgeber

Freitag, 10. Dezember 2010
Kia hat bis 2022 als Fifa-Partner verlängert
Kia hat bis 2022 als Fifa-Partner verlängert

"Weites Land der Möglichkeiten für Fußballsponsoren". So bezeichnen die Kölner Sponsoringexperten von Sport + Markt den WM-Gastgeber 2018. Vieles spreche dafür, dass Russland eine hervorragende Business-Plattform für im Sport engagierte Unternehmen ist. Allen voran die Zahlen. Und auch Katar, das das Turnier 2022 ausrichten wird, kommt bei den Beratern gut weg. 75 Prozent der russischen Bevölkerung (Top-2-Box) waren bereits vor dem erfolgreichen Entscheid vergangene Woche an der WM interessiert. Mehr noch: Russland hat insgesamt eine Bevölkerung von 103 Millionen Einwohnern, von denen 57,2 Millionen (Top-3-Box) an Fußball und 34 Millionen an ihrer Nationalmannschaft interessiert sind.

"Russland ist ein riesiger Wirtschaftsmarkt und der Trend, den Fußball in Wachstumsregionen zu exportieren, richtig", sagt Hartmut Zastrow, Vorstand von Sport + Markt. Sollte einer der aktuellen Fifa- und WM-Sponsoren nicht verlängern wollen, "wird die Fifa keine Probleme haben, die Lücke zu füllen." Auch Katar biete mit seinem finanzstarken Einzugsgebiet - Saudi-Arabien und die Emirate - viel Potenzial. Zastrow: "Unternehmen treffen hier auf eine Käuferschaft, die viel Geld hat und es gerne ausgibt." Das könne auch ganz neue Sponsoren aus dem Premiumsegment oder dem arabischen Raum auf den Plan rufen.

Die laufende Rechteperiode schließt nur noch die anstehende WM 2014 in Brasilien mit ein. Von den sechs globalen Fifa-Partnern sind über 2014 hinaus erst zwei definitiv dabei: Coca-Cola und Hyundai/Kia. Die Koreaner hatten ihren Vertrag gerade erst bis 2022 verlängert. So gut wie sicher ist außerdem, dass Adidas verlängert - Russland ist schon heute der wichtigste europäische Markt für die Drei-Streifen-Marke. Neben den Sponsoren oberster Kategorie akquiriert der Verband pro WM bis zu weitere sechs Turniersponsoren. mh
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