Sponsoringdeal mit ManU: Turkish Airlines forciert Premiumstrategie

Montag, 15. März 2010
Hamdi Topcu und ManU-CEO David Gill mit den Top-Spielern von Manchester (v.l.)
Hamdi Topcu und ManU-CEO David Gill mit den Top-Spielern von Manchester (v.l.)

Bereits vor zwei Monaten hatte die Fluggesellschaft Turkish Airlines die Sponsoringpartnerschaft mit Manchester United angekündigt. Seit heute ist der Deal perfekt. Das Management der Airline und des englischen Erstligisten haben soeben im Stadion Old Trafford in Manchester den Vertrag unterzeichnet. Damit untermauert die Fluglinie ihr Ziel, sich als globale Premiummarke zu positionieren. Die Fluglinie wird für die kommenden dreieinhalb Jahre Sponsor und „Official Carrier“ von „ManU“. Der Vertrag sieht die Präsenz der Türken durch deren Logo auf Banden und Bildschirmen im Stadion sowie weiteren Standorten vor. Während der Vertragslaufzeit wird die Airline die Sportler zu allen Wettkämpfen und in die Trainingslager fliegen. Zudem will die Fluggesellschaft in TV-Spots für die Partnerschaft werben. Protagonisten der Commercials sind die Spieler selbst. Die Commercials sollen ab April global eingesetzt werden. Eine Boeing 737-800 wirbt mit einer Manchester United Sonderbemalung für die Partnerschaft im weltweiten Streckennetz. "Wir freuen uns, Turkish Airlines in unserer Sponsorenfamilie begrüssen zu dürfen", sagt ManU Commercial Director Richard Arnold. "Turkish Airlines ist eine aufstrebende Marke, die zu unseren Ansprüchen an eine Partnerschaft passt". Bei der Pressekonferenz im Old Trafford außerdem dabei: Stürmerstar Wayne Rooney und seine Teamkollegen Ryan Giggs, Nani, Ji Sung Park und Darren Fletcher.

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Manchester United ist bereits der zweite europäische Top-Fußballclub, mit dem Turkish Airlines gemeinsame Wege geht. Seit Jahresbeginn sponsort die Airline den spanischen Erstligisten FC Barcelona (HORIZONT.NET berichtete). Beim griechischen Basketball-Verein Maroussi fungieren die Türken als Hauptsponsor. Zudem plant die Airline ab der kommenden Saison auch bei einem deutschen Topclub als Sponsor einzusteigen. Man sei bereits mit mehreren Vereinen in Gesprächen, sagte Turkish-Airlines-Chairman Hamdi Topcu gegenüber HORIZONT.NET. "Deutschland ist einer unserer wichtigsten Märkte", betont Topcu. Wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist, soll sich das Unternehmen den Deal rund 3 Millionen Euro pro Jahr kosten lassen. Offiziell bestätigt hat dies jedoch keine der Parteien.

Turkish Airlines will in den nächsten Jahren an die Spitze der Premiumanbieter im europäischen Luftverkehr fliegen. Dabei helfen sollen elf neue Flugziele, eine Flottenvergrößerung von 132 auf rund 150 Maschinen und Kosten auf Billigflieger-Niveau. Während die Passagierzahlen der meisten Konkurrenten gesunken sind, konnte das Unternehmen die Anzahl ihrer Fluggäste im vergangenen Jahr steigern - und zwar um elf Prozent auf 25,1 Millionen. Zum Vergleich: die Deutsche Lufthansa meldete einen Rückgang der beförderten Personen um 2,6 Prozent auf 55,6 Millionen. 2010 will die Fluggesellschaft die Passagierzahl auf 30 Millionen schrauben. Unter den europäischen Linien-Carriers liegt Turkish Airlines auf dem vierten Platz hinter Air France/KLM, Lufthansa und British Airways. jm
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