Sponsoren distanzieren sich von Ultimate Fighting

Dienstag, 09. Juni 2009
Erstmals zu Gast in Deutschland: die UFC
Erstmals zu Gast in Deutschland: die UFC

Was in den USA ein lukratives Vermarktungsgeschäft ist, wird hierzulande von Sponsoren gemieden: das Kampfsportevent Ultimate Fighting. Am Samstag gastiert die Ultimate Fighting Championship (UFC) erstmals in Deutschland - doch selbst der Namensgeber der Kölner Lanxess Arena distanziert sich von dem Event: "Jegliche Zurschaustellung von Gewalt steht völlig im Widerspruch zu unseren Unternehmenswerten", sagt Franz Grodzki, Sprecher des Chemiekonzerns, im "Focus". Man habe allerdings keinen Einfluss auf die Programmgestaltung. Dass sich das Event, das diverse Kampfsportstile miteinander kombiniert, in Deutschland zu einer ähnlich begehrten Plattform wie in den USA entwickelt, gilt als unwahrscheinlich. "Ich glaube nicht, dass sich renommierte Sponsoren dafür finden lassen werden", sagte Dirk Huefnagels, Vorstand des Sponsorenverbands S20, dem "Handelsblatt". "Sie hätten dadurch deutliche Reputationsschäden zu befürchten." Er hält Ultimate Fighting für ein "Brutalo-Event". Auch die Fast-Food-Kette Burger King teilte der Wirtschaftszeitung mit, dass im Gegensatz zu den USA in Deutschland kein Engagement bei Ultimate Fighting geplant sei.

Seit März zeigt das Deutsche Sportfernsehen (DSF) samstags ab 23 Uhr die Kampfsportserie. Der Spartensender hat sich bis 2011 die Rechte daran gesichert. mh
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