Spendenbereitschaft der Deutschen unverändert

Donnerstag, 13. Dezember 2001

Die Deutschen halten sich mit Spenden für die Angehörigen und die Opfer der Terroranschläge in den USA zurück. Im Gegensatz zu den USA konnte in Deutschland nach dem 11. September keine erhöhte Spendenbereitschaft beobachtet werden. Dies ist eines der Ergebnisse des aktuellen Spendenmonitors 2001 des Marktforschungsinstituts TNS Emnid in Bielefeld.

Demnach hätten sich viele Deutsche gefragt, wie sinnvoll es sei, für die Terroropfer in den reichen USA zu spenden. Darüber, wie hoch die Spendenbereitschaft für Kriegsopfer und Flüchtlinge in Afghanistan ist, gibt der Spendenmonitor noch keinen Aufschluss.

Für den Spendenmonitor hat TNS Emnid im September 4165 deutschsprachige Bundesbürger ab 14 Jahre befragt. Wie in den Vorjahren gaben auch diesmal nur rund 40 Prozent der Gesamtbevölkerung an, in den vergangenen zwölf Monaten gespendet zu haben. Neben Katastrophenfällen wird für die Behinderten- und Krankenhilfe sowie für kirchliche Zwecke am meisten gespendet.
Meist gelesen
stats