Sparzwang bremst Reisedauer der Deutschen

Dienstag, 10. Februar 1998

Zu diesem zentralen Ergebnis gelangt das Freizeit-Forschungsinstitut der British American Tobacco (BAT), Hamburg, in seiner achten gesamtdeutschen Tourismusstudie, in der sowohl das Urlaubsverhalten 1997 als auch die Reiseabsichten 1998 analysiert wurden. 53 Prozent der Bevölkerung leisteten sich 1997 eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen Dauer (1996: 52 Prozent). Während die Reiselust stabil blieb, verkürzten die Deutschen ihre durchschnittliche Reisedauer im vergangenen Jahr von 15,4 Tagen im Jahr 1996 auf 15 Tage. Dieser Trend zeigt sich besonders deutlich in den neuen Bundesländern: Die durchschnittliche Reisezeit der Ostdeutschen lag 1997 mit 12,7 Tagen deutlich unter dem westdeutschen Standard (15,6 Tage). 1998 soll die Reiselust der Bevölkerung laut BAT einen spürbaren Dämpfer bekommen. Fast jeder vierte (23 Prozent) will auf keinen Fall verreisen (1996: 21 Prozent, 1997: 22 Prozent). Nur knapp jeder zweite Deutsche (48 Prozent) hat in diesem Jahr definitiv vor zu verreisen - im Vergleich zu den Vorjahren (1996: 52 Prozent, 1997: 50 Prozent) ein deutlicher Rückgang.
Meist gelesen
stats