Sparkurs bei T-Mobile: Kürzung bei Handys / Werbebudget bleibt außen vor

Donnerstag, 20. Januar 2005

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile in Bonn tritt auf die Kostenbremse. Bis 2006 will die Telekom-Tochter eine Milliarde Euro einsparen, wovon allerdings bis zu 500 Millionen Euro zur Realisierung der Wachstumsziele wieder reinvestiert werden sollen. Bei den Werbe-Aktivitäten wird der Rotstift aber offenbar nicht angesetzt. Wie Jürgen Wermuth, Werbeleiter bei T-Mobile Deutschland, gegenüber HORIZONT.NET ankündigt, "werden die Werbeausgaben für 2005 im Vergleich zu 2004 voraussichtlich stabil bleiben."

Dagegen soll die bereits eingeleitete Kürzung der Handysubventionen sowie die Reduzierung des Produkt-Portfolios auf eine geringere Anzahl lukrativer Modelle vorangetrieben werden. Da sich somit die Einkaufsvolumina bei den einzelnen Endgeräten erhöhen dürften, hofft T-Mobile laut Timotheus Höttges, Vertriebsvorstand Europa, auch auf attraktivere Einkaufspreise. Zusammen mit den geplanten Einsparungen bei Handysubventionen und Entwicklungskosten soll diese erhoffte Verbesserung bei den Einkaufskonditionen rund 500 Millionen Euro einbringen.

Daneben will T-Mobile bis 2006 rund 150 Millionen Euro an Personalkosten einsparen. Des Weiteren will T-Mobile sein Sparziel mit einer Optimierung der Lieferantenbeziehungen, der Nutzung von Konzernsynergien und der Reduzierung von Gemeinkosten erreichen. "Wir sind am Beginn einer neuen Ära", erklärt T-Mobile Chef René Obermann. "Der Schwerpunkt liegt nicht mehr beim reinen SIM-Karten Wachstum, sondern bei der Entwicklung und Pflege intensiver Kundenbeziehungen." mas
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